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Mathe-LK · M3 · Stochastik

Galtonbrett und Binomialverteilung

Eine Kugel fällt durch n Reihen von Stiften und springt an jedem Stift mit der Wahrscheinlichkeit p nach rechts. Das ist eine Bernoulli-Kette: Die Anzahl X der Sprünge nach rechts entscheidet, in welchem Fach die Kugel landet, und es gilt X ~ B(n; p). Viele Kugeln bilden nach und nach das Histogramm der Binomialverteilung.

So gehst du vor

  1. 1Lass einzelne Kugeln fallen und verfolge ihren Weg. Dann lass 100 oder 1000 fallen.
  2. 2Ändere n mit dem Regler und p mit dem Punkt auf der Leiste über dem Brett. Die Fächer leeren sich dabei.
  3. 3Lies unten μ und σ ab und wähle eine σ-Umgebung.
  4. 4Ziehe die Grenzen im Histogramm, um eine beliebige Wahrscheinlichkeit P(a ≤ X ≤ b) zu bestimmen.

Beispiel

Anzahl der Reihen n

10

Wahrscheinlichkeit p für „nach rechts“

0,50
Erwartungswert μ
5,00
Standardabw. σ
1,58
μ = n · p = 10 · 0,5 = 5,00
σ = √(n · p · (1 − p)) = √(10 · 0,5 · 0,5) ≈ 1,58
Mittelwert der 0 Kugeln: –

Histogramm und σ-Umgebungen

X ~ B(10; 0,5) · ■ das Intervall · schwarze Striche: relative Häufigkeiten deiner Kugeln
μ − σμμ + σ02468100,10,2kP(X = k)

Intervall

[μ − σ; μ + σ] ≈ [3,42; 6,58], darin die ganzen Zahlen von 4 bis 6
P(4 ≤ X ≤ 6) = P(X ≤ 6) − P(X ≤ 3)
≈ 0,8281 − 0,1719 ≈ 0,6563
Faustwert für große σ: 68,3 %, exakt hier 65,6 %
Noch keine Kugeln gezählt.

Hier ist σ ≤ 3: Die Faustwerte der σ-Regeln passen nur grob (Faustregel im Skript: σ > 3).

Aufträge

  1. Stelle n = 10 und p = 0,5 ein und lass 100 Kugeln fallen. Warum landen in den Fächern am Rand kaum Kugeln, obwohl jeder einzelne Weg gleich wahrscheinlich ist? Bestimme P(X = 0) und P(X = 5).
  2. Stelle n = 3 und p = 0,3 ein. Wie viele Wege führen ins Fach k = 2? Berechne P(X = 2) mit der Bernoulli-Formel und vergleiche mit dem Histogramm.
  3. Beispiel B(20; 0,3): Bestimme μ und σ. Welcher Balken ist der höchste? Ziehe die Grenzen und bestimme P(X ≤ 6) sowie P(X ≥ 8).
  4. Beispiel B(100; 0,3): Mit welcher Wahrscheinlichkeit weicht X um höchstens 2σ von μ ab? Vergleiche mit den 95,4 % der σ-Regel und mit dem Anteil von 1000 Kugeln.
  5. Vergleiche B(20; 0,3) und B(20; 0,7). Welcher Zusammenhang besteht zwischen den Histogrammen? Begründe ihn am Brett.
  6. Vervierfache n von 25 auf 100 bei p = 0,5. Was passiert mit μ und σ? Wird die Verteilung gemessen an der Anzahl der Fächer breiter oder schmaler?
  7. Für welches p ist σ bei festem n am größten? Probiere es aus und begründe.

Theorie: Skript M3 Stochastik, Kapitel „Binomialverteilung“ (Bernoulli-Ketten, Erwartungswert und Standardabweichung, Rechnen mit der Binomialverteilung).

Üben in Minærva Noctua

Fragen und Aufgaben zu den passenden Abschnitten im Skript: