Schwebung und gekoppelte Pendel
So gehst du vor
- 1Teil A: Wähle zuerst die langsamen Schwinger (wie im Skript) und schalte die Einhüllende ein. Danach die Stimmgabeln, gern mit „Anhören“.
- 2Stelle f2 ein, tippe „Standbild“ und ziehe die Messmarken A und B auf zwei laute Stellen. Zähle die Schwebungen n zwischen A und B.
- 3Tippe „in Tabelle A“ und wiederhole für Frequenzen f2 unter und über f1.
- 4Teil B: Lenke beide Pendel gleichsinnig, dann gegensinnig aus. Die Lichtschranke liefert T1 und T2.
- 5Lenke nur Pendel 1 aus und stoppe die Zeit TS von einem Stillstand von Pendel 1 bis zum nächsten. Dann „in Tabelle B“, und das für mehrere Kopplungsstellen a.
- 6Die Auswertungen unter den Tabellen erst einblenden, wenn du selbst ausgewertet hast.
A Schwebung zweier Schwingungen
Die Messmarken A und B mit dem Finger verschieben. Im Standbild lässt sich genau messen.
Schwinger
Schwinger 2: f2
11,00 HzAmplitude x2 im Verhältnis zu x1
1,00Schwebungen zwischen A und B: n
1Laut ist es bei jedem Maximum und jedem Minimum der Einhüllenden. Zwischen zwei lauten Stellen liegt eine Schwebung. Miss über mehrere Schwebungen, das ist genauer. Der Ton kommt nur, wenn das iPad nicht stumm geschaltet ist.
Tabelle A: Schwebungsfrequenz fS über f2
Werte unter und über f1 aufnehmen. Wo liegt die Spitze des Diagramms?
| Nr. | Frequenz f2 in Hz | Schwebungsfrequenz fS in Hz |
|---|
B Gekoppelte Pendel
Zwei gleiche Pendel (je 500 g, Länge l) sind im Abstand a von der Aufhängung durch eine Feder verbunden. Es gibt zwei Eigenschwingungen: gleichsinnig bleibt die Feder entspannt, beide schwingen mit f1 = 12π · √gl; gegensinnig zieht die Feder zusätzlich zurück, die Frequenz f2 ist größer. Lenkt man nur Pendel 1 aus, überlagern sich beide Eigenschwingungen mit gleicher Amplitude: Die Pendel schweben, mit fS = f2 − f1.
Pendellänge l
0,80 mKopplungsfeder
Kopplungsstelle a (Abstand von der Aufhängung)
0,60 mWinkelamplitude φ0
6 °Anfangszustand
Stoppuhr
Messprotokoll für diese Einstellung
Eine neue Pendellänge, Feder oder Kopplungsstelle leert das Messprotokoll. Die Säulen zeigen die Energie jedes Pendels (Bewegungs- und Lageenergie); der kleine Rest steckt in der Feder. Wegen der Luftreibung nehmen alle Ausschläge langsam ab.
Tabelle B: Schwebungsfrequenz fS über Δf = f2 − f1
Für mindestens vier Kopplungsstellen a (oder beide Federn) je ein vollständiges Messprotokoll aufnehmen.
| Nr. | Δf = f2 − f1 in Hz | fS in Hz |
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Aufträge
- Langsame Schwinger mit 10 Hz und 11 Hz, Einhüllende an: Zähle die Schwingungen zwischen zwei lauten Stellen und bestimme fR und fS. Vergleiche mit der Abbildung im Skript.
- Stelle 9 Hz, 9,5 Hz, 10,5 Hz und 12 Hz ein. Wie hängt die Dauer einer Schwebung von f2 ab?
- Verkleinere x2. Was ändert sich an der Schwebung? Gib die kleinste und die größte Amplitude der Überlagerung mit x1 und x2 an.
- Stimmgabeln: Miss fS für mindestens sechs Frequenzen f2 zwischen 434 Hz und 446 Hz (beiderseits von 440 Hz) und erkläre die Form des Diagramms in Tabelle A.
- Stimmgabel X: Bestimme ihre Frequenz mit möglichst wenigen Messungen. Warum reicht eine einzige Schwebungsmessung nicht? (Vergleiche die Aufgabe „Gitarre stimmen“ im Skript.)
- Gekoppelte Pendel, gleichsinnig und gegensinnig: Miss T1 und T2 für beide Federn. Welche Periodendauer hängt nicht von der Feder ab? Begründe.
- Lenke nur Pendel 1 aus. Beschreibe, wie die Energie wandert. Wie lange dauert es, bis Pendel 2 die ganze Energie hat? Prüfe mit Tabelle B, dass fS = f2 − f1 gilt.
- Rücke die Kopplungsstelle a nach oben (schwächere Kopplung). Was geschieht mit f2 und mit der Schwebungsdauer?
- Feder X: Für die gegensinnige Schwingung gilt (2π f2)² = gl + 2 D a²m l². Bestimme D aus deinen Messungen und löse dann auf.
- Erkläre mit dem Additionstheorem aus dem Skript, warum „nur Pendel 1 auslenken“ dasselbe ist wie eine gleichsinnige und eine gegensinnige Schwingung mit je halber Amplitude zusammen.
Theorie: Schwingungs-Skript, Kapitel „Überlagerung von Schwingungen“, Abschnitte „Verstärkung und Auslöschung“ und „Schwebung“. Gekoppelte Pendel stehen nicht im Skript; Herleitung im Schulbuch (gekoppelte Schwingungen, Fundamentalschwingungen).