Mathe-LK · M1 · Analysis
Graphen verschieben, strecken, spiegeln
Aus einer Grundfunktion g entsteht mit vier Parametern f(x) = a · g(b · (x − c)) + d. Änderungen außen wirken in y-Richtung, Änderungen innen wirken in x-Richtung und „umgekehrt“: Mit x − c rückt der Graph um c nach rechts. Wer die vier Wirkungen kennt, skizziert den Graphen ohne Wertetabelle und liest umgekehrt aus dem Graphen den Term ab.
So gehst du vor
- 1Wähle eine Grundfunktion g (grau).
- 2Ziehe den Punkt P: Er ist das Bild des Ursprungs und verschiebt den Graphen, das ändert c und d.
- 3Ziehe den Punkt Q: Waagerecht ändert er b, senkrecht a. Die Regler stellen die Werte genau ein.
- 4Lies rechts den Term, die einzelnen Schritte, die Wertemenge und die Definitionsmenge ab. „Zwischenschritte“ zeichnet den Aufbau nach.
- 5Mit „Neuer Zielgraph“ bekommst du einen gestrichelten Graphen: Triff ihn und bestimme seinen Term.
Graph von f und Grundfunktion g
Die gestrichelten Linien durch P sind die verschobenen Achsen: x = 0 und y = 0. Liegt Q außerhalb des Bilds, stellst du a und b mit den Reglern ein.
Grundfunktion g
a (außen: Streckung in y-Richtung)
1,00b (innen: Streckung in x-Richtung)
1,00c (Verschiebung nach rechts)
0,0d (Verschiebung nach oben)
0,0Rechnung
g(x) = x2
f(x) = x2
Noch keine Änderung: f = g.
Punkt: (1 | 1) ↦ Q(1 | 1)
Df = ℝ, Wf = [0; ∞[
Aufträge
- Stelle mit der Normalparabel den Graphen von f(x) = −12(x − 2)² + 3 her, nur mit den Punkten P und Q. Notiere die Schritte in der richtigen Reihenfolge und bestimme die Wertemenge.
- Stelle c = 2 ein. Warum rückt der Graph nach rechts, obwohl in der Klammer x − 2 steht? Begründe mit dem Punkt (0 | 0) der Normalparabel.
- Wähle √x und stelle √(2x − 4) her. Bestimme zuerst von Hand b und c und gib die Definitionsmenge an.
- Normalparabel: Stelle a = 4 ein, merke dir den Graphen, und stelle dann a = 1 und b = 2 ein. Was fällt dir auf? Finde bei 1 durch x ein ähnliches Paar.
- Wähle eˣ und vergleiche c = 1 mit a = 0,35 (nahe am genauen Wert 0,37…). Wähle dann ln(x) und vergleiche b = 2 mit d = 0,7 (genau 0,69…). Begründe mit den Rechenregeln.
- Stelle bei sin(x) erst b = −1 ein, dann b = 1 und a = −1. Mache dasselbe bei der Normalparabel. Welche Symmetrie steckt dahinter?
- Abitur 2026, Teil A, P1: Stelle mit eˣ die Graphen von f(x) = 2ekx und g(x) = 2e−kx für k = 0,5 her. Wie entsteht der eine aus dem anderen? Bestimme die Steigungen in (0 | 2).
- Abitur 2026, Teil A, W2: Eine Funktion f hat die Wertemenge [−3; 2[. Gib die Wertemenge von h(x) = −2 · f(x − 5) + 1 an. Überlege, was a, c und d jeweils bewirken, und prüfe das Vorgehen mit sin(x) an der Anzeige.
- Löse drei Zielgraphen mit verschiedenen Grundfunktionen. Bestimme jedes Mal zuerst aus dem Graphen c und d, dann a und b, und notiere den Term, bevor du ihn anzeigen lässt.
Theorie: M1 Analysis, Abschnitt „Graphen verschieben, strecken, spiegeln“.