Hypothesentest simulieren
So gehst du vor
- 1Wähle ein Beispiel. K wird passend zu n, p0 und α eingestellt.
- 2Lege fest, welche Trefferwahrscheinlichkeit in Wahrheit gilt. Das geht mit dem Regler oder durch Ziehen in der Kurve unten.
- 3Ziehe eine Stichprobe und sieh zu, wie sie entsteht. Dann lass viele laufen.
- 4Vergleiche den gezählten Anteil der Ablehnungen mit dem berechneten Wert.
- 5Verschiedene wahre p liefern Punkte an der Kurve. Zum Schluss: Lass den Rechner das wahre p verbergen und finde es heraus.
Tempo
Beispiel
Eine Partei hatte 40 % Zustimmung und befürchtet einen Rückgang. Sie befragt 100 Personen. Ein Treffer ist eine Zustimmung.
Signifikanzniveau α
wahre Trefferwahrscheinlichkeit p
0,40Was der Test wirklich tut
Zusatz: Wie oft lehnt der Test ab, je nachdem, was wahr ist?
Die Kurve zeigt Pp(X ∈ K) für jedes p. Im rot getönten Teil gilt H0: Dort ist ihr Wert die Wahrscheinlichkeit für den Fehler 1. Art. Im übrigen Teil ist der Abstand zur 1 der Fehler 2. Art. Die blauen Punkte sind deine Simulationen. Die Kurve heißt Gütefunktion. Im Skript kommt sie nicht vor, im Abitur rechnet man einzelne Werte.
Zusatz: 20 Gruppen testen dasselbe
20 Forschergruppen prüfen unabhängig voneinander je eine Nullhypothese, die in Wahrheit stimmt. Jede benutzt diesen Test. Wie oft meldet mindestens eine Gruppe einen „Fund“?
Aufträge
- Beispiel „Partei“ mit p = 0,4: Lass 1000 Stichproben laufen und notiere den Anteil der Ablehnungen. Wiederhole das dreimal. Welchen Wert erwartest du, und wie stark darf er schwanken?
- Das Signifikanzniveau ist 5 %, trotzdem liegt der Anteil unter 5 %. Erkläre das am Histogramm. Warum lässt sich der Wert 5 % hier nicht genau erreichen?
- Stelle p = 0,45 ein. Die Partei hat also zugelegt, H0 stimmt weiterhin. Wie oft lehnt der Test nun ab? Warum rechnet man trotzdem mit dem Grenzfall p = 0,4?
- Stelle nacheinander p = 0,25, 0,30, 0,35 und 0,38 ein und simuliere jeweils 1000 Stichproben. Notiere den Fehler 2. Art und deute den Verlauf im Sachzusammenhang.
- Vergleiche die Kurve für α = 1 %, 5 % und 10 %. Was geschieht jeweils mit dem Fehler 1. Art und mit dem Fehler 2. Art für p = 0,3?
- Stelle unter „eigene Werte“ einen linksseitigen Test mit p0 = 0,4 und α = 5 % ein. Welches n braucht man etwa, damit der Fehler 2. Art für p = 0,3 höchstens 10 % beträgt?
- Beispiel „Münze“: Wie oft erkennt der zweiseitige Test eine Münze mit p = 0,55? Und mit p = 0,6? Welchen Schluss ziehst du für die Aussage „Die Münze ist fair, der Test hat nichts gefunden“?
- Lass dir das wahre p verbergen. Lass 1000 Stichproben laufen und bestimme p möglichst genau, einmal aus dem Histogramm und einmal aus dem Anteil der Ablehnungen und der Kurve. Entscheide erst dann, ob H0 stimmt, und decke auf.
- Führe im Feld „20 Gruppen testen dasselbe“ mindestens 20 Durchgänge durch. Warum ist ein einzelner „Fund“ unter 20 Tests kein Beleg für irgendetwas? Rechne nach.
Theorie: Skript M3 Stochastik, Kapitel „Hypothesentests“ (Grundidee und Aufbau, Einseitige Tests, Fehler erster und zweiter Art, Zweiseitige Tests).