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Physik-LK · Skript 3 · Elektrizitätslehre

Wien-Filter und Massenspektrograph

Im Wien-Filter steht ein Plattenkondensator in einem Magnetfeld, dessen Feldlinien senkrecht zum elektrischen Feld und zur Flugrichtung verlaufen. Elektrische Kraft und Lorentzkraft wirken entgegengesetzt. Geradeaus fliegen genau die Ionen mit q E = q v B1, also v = EB1. Hinter der Blende laufen sie im Magnetfeld B2 des Massenspektrographen auf einem Halbkreis mit r = m vq B2 und treffen im Abstand 2r vom Spalt auf eine Fotoplatte: Ionen verschiedener Masse landen an verschiedenen Stellen.

So gehst du vor

  1. 1Wähle eine Ionensorte. Ohne Filter (U = 0, B1 = 0) kommen alle Ionen durch: Die Linie auf der Fotoplatte ist breit.
  2. 2Schalte den Filter ein: Plattenspannung U und Flussdichte B1 so wählen, dass Ionen geradeaus durch die Blende fliegen.
  3. 3Warte, bis sich auf der Fotoplatte scharfe Linien gebildet haben, und tippe „Fotoplatte ausmessen“.
  4. 4Übernimm Geschwindigkeit v = EB1 und Linienort in die Tabelle. Wiederhole mit anderen Filtergeschwindigkeiten.
  5. 5Werte aus: Aus der Steigung folgt die Masse der Ionen. Bestimme so die Masse von Probe X.
Treffer je Sekunde
0
Feldstärke im Filter
0 Vm

Ionensorte

Ionenquelle

Beschleunigungsspannung der Quelle UB

3,34 kV

Plattenspannung U (Abstand 2,0 cm)

0,00 kV

Flussdichte im Filter B1

0,000 T

Flussdichte im Ablenkfeld B2

0,100 T
E = Ud = 0 Vm, Filter ohne Magnetfeld. Die Quelle liefert Ionen, deren Energie um ±20 % um q · UB schwankt.

Jede Änderung legt eine neue Fotoplatte ein. Die Zeichnung zeigt nur einen Teil der Ionen, die Schwärzung entsteht aus allen.

Masse aus dem Linienort: 2r über v

Ionensorte und B2 während der Messreihe nicht ändern, nur die Filtergeschwindigkeit (und passend dazu UB). Aus 2r = 2 mq B2 · v folgt die Masse aus der Steigung.

Nr.Geschwindigkeit v in 105 msLinienort 2r in cm
0,00,51,01,52,02,53,0051015v in 105 m · s−12r in cm

Aufträge

  1. Protonen, Werte wie in der Abituraufgabe im Skript: U = 5,0 kV, d = 2,0 cm, v0 = 8,0 · 105 ms. Berechne E und die nötige Flussdichte B1, stelle sie ein und prüfe, dass Protonen geradeaus durch die Blende fliegen.
  2. Schalte nur das elektrische Feld ein, dann nur das Magnetfeld. Beschreibe die Bahnen und begründe die Richtung der Kräfte.
  3. Wohin werden schnellere, wohin langsamere Ionen abgelenkt? Prüfe mit UB und begründe mit den Kräften.
  4. Fliegen He⁺- und He⁺⁺-Ionen mit 8,0 · 105 ms ebenfalls geradeaus durch den Filter? Sage es vorher und prüfe. Wo treffen sie auf die Fotoplatte?
  5. Neon mit Filter: Miss die Orte der Linien und bestimme das Massenverhältnis der Isotope. Welche Linie gehört zu welchem Isotop, und was verrät die Schwärzung?
  6. Neon wie in der Skriptaufgabe: Quelle mit einheitlicher Energie, UB = 1,0 kV, Filter aus, B2 = 0,20 T. Berechne den Abstand der Linien und prüfe. Warum braucht man hier keinen Geschwindigkeitsfilter? Was passiert, wenn man den Filter auf ²⁰Ne einstellt?
  7. Bestimme die Masse von Probe X mit einer Messreihe. Um welches Ion könnte es sich handeln? Löse erst danach auf.

Theorie: E-Lehre-Skript, Abschnitte „Gekreuzte Felder: der Wien-Filter“ und „Der Massenspektrograph“ im Kapitel „Bewegte Ladungen im Magnetfeld“.

Üben in Minærva Noctua

Fragen und Aufgaben zu den passenden Abschnitten im Skript: