IMP 10 · Astronomie und logarithmische Darstellung
Parallaxe
Weil die Erde die Sonne umläuft, sehen wir einen nahen Stern im Lauf eines Jahres aus verschiedenen Richtungen: Er pendelt vor den viel ferneren Hintergrundsternen hin und her. Die Parallaxe p ist der halbe Ausschlag dieser Bewegung. Ein Stern mit p = 1″ ist 1 pc entfernt, allgemein r in pc = 1p in Bogensekunden.
So gehst du vor
- 1Wähle einen Stern und ein passendes Gesichtsfeld, sodass er gut zu sehen ist.
- 2Stelle den Monat auf Januar, schiebe den Zeiger im Gesichtsfeld genau auf den hellen Stern und tippe „Zeiger als Lage im Januar“.
- 3Dasselbe im Juli: Monat auf Juli, Zeiger auf den Stern, „Zeiger als Lage im Juli“.
- 4„Auswerten“: Die Parallaxe ist der halbe Ausschlag, die Entfernung in pc ihr Kehrwert.
Monat
Jan
Zeiger
0,000 ″
Stern
Monat
0,0Gesichtsfeld (halbe Breite)
Januar: – · Juli: –
Hinweise zur Messung
Im Januar und im Juli steht die Erde auf entgegengesetzten Seiten der Sonne; dort ist der Ausschlag am größten. Den Zeiger im Gesichtsfeld mit dem Finger auf den Stern schieben. Vom Erdboden aus lässt die Luftunruhe die Sterne um etwa 0,01″ zittern, deshalb reicht die Methode dort nur bis rund 100 pc. Satelliten wie Gaia messen über der Atmosphäre viel genauer.
Aufträge
- Lass ein Jahr ablaufen. Wann steht Proxima Centauri am weitesten links, wann rechts? Erkläre mit der Draufsicht.
- Miss die Lage von Proxima Centauri im Januar und im Juli. Bestimme p und die Entfernung in pc und Lichtjahren.
- Wiederhole für Sirius und Wega. Welches Gesichtsfeld brauchst du jeweils?
- Versuche es beim Polarstern mit Luftunruhe. Warum gelingt die Messung vom Erdboden aus nicht mehr zuverlässig?
- Bestimme die Entfernung von Stern X. Löse erst danach auf.
Theorie: Astronomie-Skript, Abschnitte „Die Parallaxe“ und „Grenzen der Methode“.